2 Day Hike at Walsertal

Dear friend, this post will be in German since I am describing a trail in german speaking area. If you’re interested about that tour or hiking information around this area, feel free to contact me via email. I am happy to help you out 🙂

Tag 1:
Die Nacht zuvor habe ich mich in Bludenz mit Freunden getroffen. Da der Startpunkt der Wanderung in der Nähe war und ich nicht 50km nach hause und am nächsten morgen wieder hinfahren wollte, hab ich auf einem Skilift Parkplatz im Auto geschlafen.
In Neuseeland hatte ich das gleiche Automodell und habe 3 Monate im Auto gelebt. Dies war sicher auch einer der Gründe warum ich mich wieder das Modell entschieden habe  🙂

Ich wachte am Morgen gegen 5:30 auf und machte mich gleich auf den Weg nach Buchboden, von wo aus die Tour startet. Noch schnell einen Café beim Bäcker, Frühstück was ich vorbereitet hatte essen und los gehts!

Ich muss zugeben, der erste Kilometer viel recht schwer, da er auch recht steil war aber ich war einfach nur glücklich zu wandern und in der Natur zu sein. Wie auch auf dem PCT letztes Jahr, hatte ich Glück mit dem Wetter. Ein Hagelsturm ging in der Nacht durch das Tal aber als ich los ging war der schon weg. Die ersten 10km ging es Richtung Biberacher Hütte auf knapp 1800m auf Wege durch Wald, Gebüsch, Hohes Gras und Weidenfelder. Alles war dabei und dazu die Aussicht über das gesamte Tal.

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Ich kam immer besser in den Tritt und ich merke wie sich meine Beine an die Anstrengung erinnerten: my hiker legs are back 😁
Nach knapp 3:15h hab ich es auf die Hütte geschafft und bestellte erstmal eine heiße Schokolade, es war schon frisch draußen daher wollte ich einfach was warmes! Die Besitzer sind recht jung und sehr freundlich, ich habe auch später von anderen gehört das es sehr schön sein soll, dort zu übernachten. Ich sprach mit der Besitzerin über den Klettersteig über die Braunarlspitze, die höhere und anspruchsvollere Route zur Göppinger Hütte. Ihre Empfehlung war die niedriger gelegene Route zu nehmen. Ich hatte kurz überlegt ihren Rat zu folgen aber der Abenteuerer in mir und das besser werdend Wetter hat mir keine andere Wahl gelassen, die höhere Routen zu nehmen. (Ich muss auch noch hinzufügen, dass man solche Entscheidung immer selbst treffen sollte auf Basis seiner Erfahrung. Da ich schon einige Kilometer hinter mir habe und auch in schwierigen Bedingungen nicht panisch werde sondern noch konzentrierter, habe ich meine Entscheidung sehr gut überlegt 🙂

Der Weg zum Steig hat mich auf weiter positiv gestimmt, da die Sonne mehrmals rauskam und ab der Kreuzung bot sich auch eine beeindruckende Aussicht.

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Die erste Hälfte vom Steig war leicht zu gehen, die Steine waren trocken, kein Schnee und ein sicherer weg. Ein paar Bergziegen waren auch Vorort 😉
Der zweite Teil war schon anspruchsvoller. Meisten Teile des Weges waren Schnee bedeckt und hatte einen schwerere Tritt.

Es war jedoch nicht mehr weit und ich merke wie es wärmer wurde, die Wolkendecke über mich sich immer mehr lichtete und das sah ich schon bei Sonnenschein das Gipfelkreuz.  Unter mir erstreckte sich das gesamte Gadental und ich fühlte mich einfach glücklich. Glücklich über das erreichen des Gipfels, der Aussicht, der Anstrengungen. Einfach wieder dieses Gefühl vom wandern, der Verbundenheit zur Natur und den Elementen.

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Ich sah das es auch langsam anfing zuzuziehen und begann mit dem Abstieg. Nach einer Stunde fing es dann auch zum regnen an aber das konnte mir gleich seines sich schon an der Hütte ankam 🙂

Ich checke ein, bezog mein Zimmer und musste mich erstmal hinlegen. Ich merkte die Anstrengung und mein Körper brauchte eine Pause.

Gegen 18uhr wachte ich zu läuten Gespräch von der Stube unter mir auf, da auch die meisten Wanderer die übernachten da waren und die ersten Runden Bier fließen.

Ich war der einzige der sich kein Abendessen bestellt hat und hab mein Essen in einem extra für Selbstversorger gedachten Raum zubereitet. Es ist meine erste Nacht auf einer Alpenvereinhütte und ich muss sagen, ich bin etwas überrascht. Ich bin durch meine Übernachtungen ein anderes Bild vom Hüttenleben und die Alpenvereinshütten sind schon sehr geregelt, Deutschland halt. Es sind auch nur Touristen und keine einmischen über Nacht, was die ganze Stimmung auch etwas bestimmt. Es hat aber nicht lange gedauert, dass nach dem Essen welche rübergekommen sind, um auch etwas Ruhe zu haben und ich konnte mich gut unterhalten mit zwei Damen unterhalten 🙂

Jetzt ist es 21uhr und ich merke wie ich auch langsam müde werde aufgrund des Tages, auch ein schöner Nebeneffekt 😉

Tag 2: Ich stand um 6Uhr auf und packte meine Sachen schonmal zusammen. Ich habe mir am Abend zuvor 1,5L kalt und 1L warmes Wasser bestellt (ja, leider kein kostenloses Wasser) um was für mein Frühstück zu haben und auf dem Weg. Frühstück gibt es erst ab 7Uhr aber warmes Wasser habe ich trotzdem schon bekommen können.
Als ich fertig war und bereit zum losgehen war, kamen die ersten anderen Wanderer runter für Ihr Frühstück. Ich verabschiedete mich von den beiden netten Ü25 Damen (Insider 😉 und ging raus in das kalte nasse Wetter.
Auf dem PCT hat mich der Washington Abschnitt sehr an die heimischen Alpen erinnert, viel grün und unbeständiges Wetter, so auch Tag 2. Ich ging eine Trittsichere Route, was auch sehr gut zu traf. Der Regen hat überraschenderweise keinen Einfluss gehabt, da die Steine trotzdem recht griffig waren. Jedoch gab es schon 1-2 kleine Stellen, die etwas ausgewaschen waren.

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Der Regen machte mir nicht wirklich was aus, es kommt immer stark auf die Einstellung drauf an. Am wetter kann man nie etwas ändern, egal wie sehr man sich ärgert 🙂 Ich hätte mir jedoch sicher etwas mehr Aussicht gewünscht.

Nach knapp 2h war der steinige Abschnitt auch schon zusende, und der Abstieg Richtung Buchboden ging los. Zwischen hohen Bergwänden entlang des Klesenzatal bis zur Gleichnamigen Alpe, wo ich wieder für eine heiße Schocki halt machte. Die Pächter, ein Paar aus Berlin, waren ebenfalls sehr nett und erzählten mir einiges über die Alpe und das Sie letzten Jahr einen leichten Erdrutsch hatten, wo Geröll zwischen beide Häuser rutschte.
Nach einer guten halben Stunde ging ich weiter und folgte der Bergstraße bis nach Buchboden. Am Abstieg merkte ich auch schon meine Schienbeine, da am gestrigen Tag auch schon knapp -1000HM zurückgelegt wurden.

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Glücklich kam ich am Auto an, meine erste richtige Wandertour nach dem PCT abgeschlossen zu haben. Ich habe die Zeit genossen, war überwältigt über die Aussicht an manchen Stellen und das doch recht wenige unterwegs waren. Dies lag jedoch auch wahrscheinlich am Wetter 😀

Falls ihr Lust auf diese Tour habt, könnt ihr mehr Informationen HIER finden.

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