Santa Teresa Route zum Machu Picchu

Hier findest du eine Übersicht aller grundlegenden Informationen, wenn du den Santa Teresa Trek nach Machu Picchu wandern möchtest.

Kurze Beschreibung:

Der Santa Teresa Trek ist eine von mehreren mehrtägigen Wanderungen, die in Aguas Calientes endet, der Stadt, von wo aus Machu Picchu besichtigt wird. Anders als beim berühmtesten Inka Trail müssen hier keine Genehmigung im Voraus gekauft werden. Es ist möglich, mit einer Reisegruppe und einem Führer oder unabhängig zu wandern. Leicht mit dem Salkantay-Trek zu verwechseln, der den Mt. Salkantay im Osten passiert , führt der Santa Teresa Trek an der Westseite des Gletschers vorbei. Es hat seinen Namen von der Stadt und dem GebietSanta Teresa. Sie beginnen mit einem Anstieg auf den Mt. Salkantay und passieren ihn auf über knapp 4500m und folgen dem Pfad mit einer langen, allmählichen Abstieg durch das Tal entlang des Rio Santa Teresa. Ein kurzer steiler Anstieg bringt Sie zu einem Campingplatz mit einem unvergesslichen Panorama und Blick auf Machu Picchu. Nach dem Abstieg schießt er an die Eisenbahnstrecke in Richtung Aguas Calientes.

Allgemeine Information:

  • Entfernung: ca. 70 km
  • Tage: 3-5 (abhängig von deiner Fitness oder wie du dir es einteilst)
  • Klima: November: Tägliches Regenschauer für 2-3h, Temperaturen zwischen 20C tagsüber bis 0C nachts
  • Beginn: Mollepatta oder Soray Pampa (1 Tag von Mollepatta bis Soray Pampa zu Fuss oder 1,5h mit dem Auto)
  • Ende: Aguas Caliente
  • Höchster Punkt: 4512m / 14.803ft
  • Wildtiere: Hunde (ACHTUNG: diese Hunde werden sehr aggressiv, wenn Sie zu nahe an das Grundstück gelangen, das sie schützen. Wir hatten unsere Wanderstöcke immer als Schutz bereit.
  • Genehmigung: 10 Soles am Checkpoint in Mollepatta

Vor dem Trek:
– Wenn du gerade in Cusco angekommen sind, werden Sie bereits die Höhe spüren. gönne dir mindestens 2-3 volle Tage für dieAkklimatisierung.
– Sag deiner Familie / Freunden, wo und wann du bist/sein wirst
– Wenn du einen Privatfahrer nehmen willst, gehen am Vortag zum Abfahrtsort
– Genug Essen und eine Ersatzmahlzeit
– Wenn du willst, kauf ein paar Spielsachen wie einen Baseball für Kinder in den Städten (es ist besser, als ihnen Süßigkeiten zu geben)
– Das Buchen der Campingplätze ist nicht unbedingt notwendig, wenn du selbständig wanderst
– Schreibe/lerne ein paar spanische Sätze zum Grüße und Fragen auf (Kann ich bei Ihnen Zelten?) (Wasser, Essen, Camping)

Akklimatisierung:
Dies ist ein ernstes Thema und sollte nicht ignoriert werden. Auf jeden Fall sollte man beim Arzt vor der Reise bekanntgeben, dass du nach Peru reist (Impfungen wenn notwendig und Medikamente gegen Höhenkrankheit). Außerdem kann man seine Blutwerte prüfen lassen. Besonders der Eisenwert ist wichtig, da Eisen wichtig für die Blutproduktion ist.
Höhenkrankheit entsteht, da die Sauerstoffsättigung in hoher Höhe geringer ist und damit weniger Sauerstoff in das Blut gelangt. Unser Körper ist natürlich nicht dumm und kann sich nach bestimmter Zeit anpassen. Dies geschieht, indem er mehr Hämoglobin (ein Protein) produziert, welche Sauerstoff im Blut transportieren. Da der Körper bereits in einem eher Sauerstoffarmen Zustand befindet, sollten die ersten Tage langsam angegangen werden.
Symptome sind Kopfschmerzen, Verlust vom Hungergefühl, Schwindel, Schwächegefühl.

Für mehr Infos gerne hier klicken.

Also bevor du los gehst, sei bewusst über die Gefahren, die Symptome, habe im Notfall Medikamente dabei und sei sicher das du genug trinkst und isst!

Karte:
Wir haben eine Karte in Cusco in einem kleinen Buchladen gekauft. Du kannst sie im Zentrum der Altstadt finden. Es gibt auch einige Outdoor-Läden, die Karten haben.

Salkantay Trek

 

Wie man dorthin kommt:
Es gibt Gemeinschaftsbusse, Collective genannt, die Cusco am Morgen verlassen. Es gibt keine fixen Fahrpläne, man kann dorthin gehen (Link) und nach einem Fahrer nach Mollepata fragen. Wir haben jeweils 40 Soles angeboten und er hat sich darüber gefreut , als kannst du evtl einen bessern Preis aushandeln 🙂 Es dauert ca. 3-4 Stunden.
Wenn du dich entscheidest, von Soray Pampa aus zu starten, musst du wahrscheinlich in Mollepata das Autos wechseln, da es eine unbefestigte Straße ist. Es sind weitere 60 Soles für jeweils eine Stunde, aber du sparst dir gleich zu Beginn einen harten Tag wandern. (Aus Gesprächen mit anderen erfahren)

Wegbeschreibung:
– start in Mollepata oder von dort mit dem Auto nach Soray Pampa
– von Mollepata führt der Weg über den Hügel Richtung Norden, welches einen ganzen Tag in Anspruch nehmen kann
– in Soray Pampa angekommen, nord-östlich am Dorf vorbei durch das Tal Richtung Mt. Salkantay
– der Weg führt links entlang eines geröllfelds, es gibt 2-3 Routen die Richtung Pass zusammenschliesen. Santa Teresa Trek führt westlich (links in Gehrichtung) am Gletscher vorbei
– am Pass angekommen, geht es lange bergab durch das Tal an mehreren kleinen Dörfern vorbei bis zur Ortschaft Chaullay
– durch Chaullay am Hang die Strasse entlang und über die Brücke den Fluss überqueren
– eine weitere kleine Ortschaft die durchquert wird, ehe man über die Serpentinen runter bis zum Rio Santa Teresa gelangt
– eine Strasse führt auf der östlichen (rechten) Seite, ein Wanderweg durch den Wald auf der westelichen (linken) Seite durch den Rest des Tal (ich empfehle den Wanderweg).
– dieser Durchquert mehrer Dörfer bis man die bisher grösste Ortschaft La Playa erreicht. Hier gibt es viele Übernachtungs und Essensgelegenheiten
– La Playa wird der Fluss Richtung osten überquert in Rihtung Lucmabamba (sehr guten lokalen Cafe und ruhige Campingmöglichkeiten)
– Den Berg weiter hinauf (2-3h) passiert man auf halben Weg einen kleinen Wasserfall und Hütte (Empfehlung: Bis an das Ende wandern da sich oben der Ausblick lohnt. Die Angabe der Bewohner das es eine weitere Stunde hoch ist, ist stark übertrieben!)
– Oben angekommen, weisst ein Schild bereits zum Campingplatz 100m links vom Trail
– Hinab geht es Steil Richtung Brücke und man folgt der Strasse bis zur Hydroelectria Station
– Ab hier wird 10km entlang der Gleise bis Aguas Calientes mit den Rest der Touristen gegangen, viele kleine Shops und Cafes entlang des weges (die schönstens waren am Anfang)

Wie komme ich zurück?
Wenn du nach Aquas Calientes gehst, erkennst du, dass es nur einen Zug in / aus der Stadt gibt. Du hast 3 Optionen, abhängig von deinem Budget und Zeit.

Preiswert und lang: Wanderung zurück zur Hydroelectrica Station (2h) und mit einem Collectivo / Taxi nach Santa Teresa. Du musst wahrscheinlich über Nacht dort bleiben, aber ich habe gehört das es ein schöner Ort sein soll. Von dort fährt ein Bus nach Cusco, der ca. 7 Stunden dauert und ca. 15 Sohlen kostet. (ganzer Tag)
Moderat: Wir nahmen den Zug vom Aguas Calientes nach Ollantaytambo (50USD) und von dort ein Collective nach Cusco (15 Soles) (4h)
Teuer und schnell: Direkt von Aquas Calientes nach Poroy (Cusco) und von dort ein Taxi in die Stadt (ab 100 USD alles zusammen) (2-3h)

Kosten:
– Essen: Wir zahlten jeweils 50 Soles im Supermarkt für Mahlzeiten und Snacks für 3 Tage (Orions Supermarkt sollte alles haben, was du brauchst)
– Transport: 40 + 60 nach Soray Pampa, ca. 200 Soles zurück nach Cusco
– Camping: 5-15 Soles jeder pro Nacht
– Wasser: Wenn du Wasser kaufen musst, ist es etwa 5 Soles  pro Liter
– Snacks: Avocados / Bananen / Snacks usw.  je 1Soles

Weg:
Je nach Fitness und Erfahrung  war der Weg moderat. Im höheren Gelände war der Weg felsig und sobald man in den Wald kam, hatte man einen ebenen Boden. Du könntest es mit Trailrunners gehen, aber ich war zufrieden, etwas mehr Unterstützung für die felsigen Teile zu haben.
Die schwierigsten Teile waren die Steigungen aufgrund der Höhe. Ich hatte weniger als 2 Tage der Akklimatisierung (ich weiß auch aus Erfahrung, dass ich nicht super anfällig für Höhenkrankheit bin, siehe auch Vorbereitung). Dennoch war es sehr anstrengend bergauf zu gehen (1. Tag) und gelegentliche Pausen waren notwendig.

Höhepunkte:
– Soray Pampa: Es ist eine winzige Gemeinde, die Schutzhütten für geführte Touren anbietet, aber auch, wenn du alleine bist. Eine halbe Stunde weg führt ein Weg zu einer riesigen Lagune, die wir übersprungen haben, aber hörten, das sie wirklich schön ist
– Salkantay: Ein riesiger Gletscher, den du auf dem höchsten Punkt der Tour passieren wirst. Zu Beginn des Tages hatten wir eine großartige Aussicht. Sobald wir den Pass erreichten, hat es zu Hagel und Donner angefangen. Also pass auf Wetterumschwünge auf. Es gibt auch einen Seitenweg in Richtung Berg auf dem Pass, der in 30-45min zu einem Gletschersee führt. Wegen des Wetters mussten wir dieses leider auslassen.
– Campen umgeben von Glühwürmschen: In unserem ersten Camp, haben wir uns Zelt unter schon fertigen Strohhütten aufgestellt. Als es dunkel wurde und wir unser Abendessen genossen, fingen um uns herum Glühwürmschen an zu leichten. Die ganze Wiese bis hoch zum Berg war ein Meer von Blinklichtern.
– Camping und Aussichtspunkt von Machu Picchu: Das einzige Camp, das du erreichst, wenn du selbständig wanderst. Alle Touren fahren mit dem Bus von La Playa zum Wasserkraftwerk. Nach La Playa führt der Weg bergauf nach Westen. An der Spitze lebt eine Familie mit einem kleinen Laden. Die Mutter baute ein weiteres Haus und einen Campingplatz. Als wir dort im Jahr 2017 waren erzählte sie uns, dass sie geführte Touren hierher bringen möchte. Zum Glück waren wir alleine und sie war wirklich nett. Es gibt eine kalte Dusche und Toilette. Das Beste ist natürlich der Blick über das Tal und die erste gute Aussicht auf Machu Picchu.
– Agua Calientes: Aufgrund der Nebensaison war es nicht so voll und wir fanden es toll, dass es keine Autos in der Stadt gibt. Für lokale und billigere Lebensmittel, geh zum Mercado in die oberste Etage, wo du den ganzen Tag Mahlzeiten serviert bekommst.
– Machu Picchu: Zwei Optionen: Wandern oder nehme den Bus von Agua Calientes. Wir wanderten bis zur Spitze: Die Brücke ist bis 5 Uhr morgens geschlossen und als wir um 4:30 Uhr ankamen, gab es bereits eine Schlange von ca. 100 Menschen. Die Busse kommen um 05:35 Uhr am Eingang von Machu Picchu an. Wenn du also schnell genug bist, kommst du zuerst oben an (450 m Höhenunterschied nur über Stufen). Wir waren zuerst dort und hatten die Ruinen für ungefähr eine Stunde für uns selbst. Es war wirklich magisch, keine Touren in den Ruinen zu haben. Du kannst auch einen Führer an den Ruinen buchen.

Was zu bringen:
– Sei auf jedes Wetter vorbereitet, besonders vor oder nach der Trockenzeit. Bringe warme, wasserabweisende Kleidung und eine warme Jacke mit, da die Nächte kalt sind. Vergesse nicht die Sonnencreme auch wegen der Höhe!
– Insektenspray: Es waren nur wenige Augenblicke notwendig, aber es war gut, es zu haben, kleine Fliegen mit winzigen Bisse, die höllisch jucken (Oder trage lange Kleidung;)
– Müllbeutel!!! Aufgrund der zunehmenden Anzahl an geführten Touren ist der Müll auf dem Trail meiner Meinung nach ein ernsthaftes Problem. Einheimische interessieren sich auch nicht so wirklich, also ist es an uns, etwas Müll mitzunehmen, UND unseren eigenen Müll zu mitzunehmen. Bitte helfe du auch. In Städten kannst du es wegwerfen.
– Wasserfilter und Jod-Tabs: Aufgrund der Esel (die tragen die Ausrüstung der Gruppen) auf den Wegen ist es sicherer, all dein Wasser zu filtern, das du aus Flüssen erhältst.
– Spielzeug: Es ist eine großartige Geste, kleine Spielsachen wie einen Baseball für Kinder zu verschenken. Ich habe auch gehört, dass Bleistifte und Papierbücher gerne angenommen werden, aber als Wanderer weiß ich auch, dass das Packgewicht wichtig ist. 🙂

Bilder:

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