Silvrettahorn (CH)

Dear friend, this post will be in German since I am describing a trail in german speaking area. If you’re interested about that tour or hiking information around this area, feel free to contact me via email. I am happy to help you out 🙂

Nach unserer ersten gemeinsamen Hochtour auf den Clariden, planten Lars und ich bereits unsere nächste Tour. Vor “ende” der Saison bot sich nochmals die Möglichkeit an einem perfekten sonnigen Tag. Lars fuhr am Abend zuvor zu mir in die Schweiz, da wir für die folgende Tour bereits um 4Uhr morgens aufstehen wollten. Ziel dieses mal, Aufstieg zum Silvrettahorn über den Ochstentaler Gletscher und zurück über den Klostertaler Gletscher.

Info: Diese Tour ist aufgrund der Länge und Anspruch nur für bereits geübte Bergsteiger. Sie kann verkürzt werden, indem man die Nacht zuvor in der Wiesbadener Hütte übernachtet.

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Start/Ende: Parkplatz Silvrettastausee/Bielerhöhe 

Länge: ca 26km

Höhenmeter hoch: 1400m

Dauer: ca 11h (inkl. Pause)

Externer Link und GPS

 

 

Der Wecker klingelt früh, sehr früh aber die Vorfreude und Anspannung bringt mich sofort aus dem Bett. Ich weckte Lars im Nebenzimmer, machte schnell einen Café und nahm mein Müsli in der Tupperdose mit für die Fahrt. Mit der Ausrüstung bereits im Auto, machten wir uns auf dem Weg hoch zum Silvrettastausee. Es ist das erste mal das ich die Straße hochfuhr. Alles war dunkel, keine Anzeichen der atemberaubenden Landschaft die wir bei der Rückfahrt mit Begeisterung sehen konnten.

Am Parkplatz angekommen erleuchteten unsere Stirnlampen das Gelände. Es ist kalt, was auch am direkt daneben liegenden Stausee lag. Wir gingen los, erst entlang der Ostseite des Sees, den wir nur durch unsere Lichtkegel erahnen können. Weiter geht es den Wanderweg zur Wiesbadener Hütte, die bereits vor einer Woche geschlossen hatte. Dort angekommen, schienen die ersten Sonnenstrahlen auf die vor uns bereits zuvor erhellten Gipfel. Piz Buin, Schneeglocke und das Silvrettahorn. Wir waren auch nicht alleine, in der ferne konnten wir bereits 2 Gruppe sehen, die auf dem Weg zum Gletscher waren.

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Am Abend zuvor haben wir uns das Gelände auf der Karte und Bilder bereits genau betrachtet. Es gibt einen Weg über die Grüne Kuppe doch wir entschieden uns unten herum zum Anfang der Gletscher zu gehen. Mit nun Steigeisen und Seil, ging es den Gletscher hinauf und wir kreuzten bald die schon gespurte Route. Dies erleichterte natürlich erheblich den Abschnitt den Gletscher hinauf. Die Sonne bereits auf uns scheinend wurde es schnell warm. Die Gruppen vor uns gingen weitere Richtung Piz Buin, doch wir hatten eine andere Route und mussten dann bald, unseren eignen Trail finden. Dies lies den Abenteurer in uns hochkommen, jedoch aber auch den vorsichtigen Bergsteiger, da nun der Weg entlang der Spalten gefunden werden musste. Lars ging mit seiner Erfahrung voraus, ich mit langsamen Schritt, gespanntem Seil und immer bereit im Notfall im Schnee zu verankern. Langsam ging es voran aber bald waren wir an den Spalten vorbei und es ging hoch zum Fuß vom Gipfel.

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Der Aufstieg war gut zu meistern. Ein Grund warum wir früh losgingen war, um nicht zu spät und damit zu weichem Schnee zu haben hinauf steigen müssen. Nach knapp 6h nach Beginn der Tour erreichten wir Mittags den Gipfel des Silvrettahorns. Ein perfekter sonniger Tag verwöhnte uns die ganze Zeit schon mit einer tollen Weitsicht auf die Silvretta Bergkette und die umliegenden Regionen.

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Blick hinab auf den Ochstentaler Gletscher, den Spuren und Piz Buin (links)

Der Abstieg verlief anfangs erst entlang des Grates Richtung dem Schneeglocke und zweigte dann hinab Richtung Klostertaler Gletscher.

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Der Gletscher war komplett verschneit, da auch nur wenig Sonne auf diese Seite scheint. Wir hielten uns am rechten Rand, wo noch eine Spur zu erkennen war und kamen gut den Gletscher hinunter.

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Im fließenden Übergang schließt dieser an das Tal an und wir folgten den Wasser, was sich von allen Hängen zu einem immer größeren Fluss formte bis zum Stausee. Mit dem umglaublichen Tag hinter uns, gingen wir entspannt die Westseite des Sees entlang. Ein Hindernis gab es jedoch noch vor uns. Wir ignorierten die Sperrung des Westufers und musste am Ende noch einen verschlossenes Tor übersteigen. Nach unseren bisherigen Aufgaben eine machbare Aufgabe 🙂

 

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